01. Februar 2026, Bedřichov: 59. Iserlauf

3:50 Uhr Wecker klingeln, endlich. Munter bin ich schon eine Weile. Schnell Kaffee kochen, 10 min später sitze ich im Auto und hole der Reihe nach Olaf S., Dirk + Christoph R. und Richard W. ab. Dank zeitiger Anmeldung haben wir uns einen Parkplatz in Bedrichov ergattert.

6:30 Uhr Ankunft, erstmal Frühstück. Lecker Müslipamps und Tee. Langsam dämmert es, wir tragen noch den seit Tagen favorisierten Klister auf und laufen kurz darauf zu Fuß die 15 min in den Startgarten. Hier ist schon ganz schön was los. Jeder folgt seiner eigenen Routine: WC, Ski in Startwelle legen, WC, Sachen abgeben, WC, so tun als ob man sich warm macht, nochmal WC und dann geht’s endlich los. Olaf, Dirk und Ritchi in der 1. Welle, ich in der Zweiten und Christoph in der Dritten.

Startschuss, ich stehe in meiner Welle ganz vorn und habe ab Beginn freie Bahn und kann beliebig die Spuren wechseln. Luxus. Ab Na Kneipě bin ich dann allein auf weiter Flur, weder vor mir noch hinter mir Wettkämpfer. Ist hier eigentlich Wettkampf??? In den Wellen des Todes (Der Streckenabschnitt hat den Namen von einer elend langen Geraden die man sich zu Tode quält, wenn man nicht mehr schieben kann) laufe dann hinten in die 1.Welle rein. Wo ist eigentlich Dirk der alte Tiefstapler? Der wollte doch einen auf Skitour machen, den müsste ich doch bald mal einsammeln? An der Smedava fülle ich den Ofen nochmal ordentlich mit Brennstoff für die restlichen 20 km. Am folgenden Berg, gefürchtet von fast jedem Läufer, lobe ich mir unsere Wachswahl, der Ski steht bombe. Im Gegensatz zum Rest der Strecke läuft der Ski in der weißen Küche dann nicht ganz so gut, stumpfer Schnee forderte hier alle zum erhöhten Krafteinsatz. Nach dem Hřebínek hat der Veranstalter dieses Jahr noch eine Extraschleife eingebaut. Zum einen ist die Strecke damit ca. 3 km länger als sonst und ist auch mal wirklich 50 km lang, zum anderen war die Hoffnung, durch die zusätzlichen Anstiege in der Spitzengruppe einen Fortentscheid herbeizuführen, um einen Massensprint entgegenzuwirken. Hat aber nicht geklappt.

Zieleinlauf, so – und wo sind die anderen jetzt? Olaf und Ritchi laufen mir grinsend entgegen, wenig später Dirk. Nix war mit Skiwandern, die Routiniers haben geliefert, und wie. Christoph kommt auch bald ins Ziel, ihm muss man zugutehalten, dass er die wesentliche Zeit auf Ski mit dem Training unserer Kinder verbringt, während wir Papas in der Zeit zum Trainieren kommen. WinWinWin sozusagen =).

Schön war’s! Der WK taugt eigentlich als Saisonhighlight, wäre da nicht noch der Miriquidi…

Den 50er absolvierten vom Skiklub noch Sven K. und Peter G. Außerdem gab es am Iserlauf-Wochenende noch weitere Wettkämpfe. Hier waren Insa und Ines U. mit am Start.

Aufgeschrieben von Peter J.

Kontakt   |   Impressum   |   Datenschutz